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Meiner selbst bin ich genug

In einer Freundesrunde wurde der Sinn und das Ziel meines Jobs hinterfragt und warum ich es trotzdem mache nach dem ich eine Absage für eine Bewerbung bekommen habe. Meine Ambition etwas zu tun ist nicht mich über etwas zu definieren oder dadurch einen Status zu erwerben, sondern einfach weil ich es kann. Anerkennung und etwas mehr Geld sind zwar ein kleiner positiver Nebeneffekt, aber nicht der Antrieb für meinen Einsatz. Es macht mir ganz einfach Spaß. Genauso verhält es sich bei mir im Sport. Ich mache es weil ich es, trotz der ganzen OP's an den Knien, noch kann. Für mich zählen keine Platzierungen, keine Bestzeiten da ich eh nur in der Wettkampfklasse "Blumentopf" starte. Für mich ist der Sport meine "Ich-Zeit", mein Ausgleich, Traumwelt und die Möglichkeit sich mit sich selbst auseinander zusetzten.  Somit ist es wieder Zeit nach der "Zwangspause" bedingt durch den Job, wieder langsam und regelmäßig ins Training ein zusteigen. Trotzdem...

Eine kleine Geburstagssrunde

. Auf meinen zwei Runden am See vorbei Träume ich von Mr. Dean. Elekronisch schalten müsste er können, ein powermeter in der Kurbel haben. Hochprofilfegen als LRS nur für das Training. Nach 50km und zwei Stunde verschwinden meine Träume bei Runde 3 am See vorbei im kühlen nass von dem selbigen und ertränke mein gedankliches Geburtstagsgeschenk. Zu Hause angekommen bin ich wieder trocken.   2:25:13 - bike  58 km; GA1

etwas Zeit

Man merkt es ist Sommer in der Stadt. In Schwabing sind ohne Probleme Parkplätze zu bekommen, die Einwohner sind in die Sommerfrische gefahren und die Touris haben Hunger. Trotzdem ergibt sich die Möglichkeit für mich mal früher Feierabend zu machen, quasi mein freier Tag. So packe ich mein Bündel und Rad um ins Freibad zu fahren. Der Wasserzettel wird abgearbeitet und anschließend mich in der Sonne trocknen und vor sich hinträumen. Manchmal kann es trotz Stress schön sein. 0:52:00 - swim 2200 Meter

So fühlt sich an...

... das laufen. Bis es aber soweit ist verschlafe ich erstmal den Regen nach Feierabend. Ach ich vermisse mein Training in der früh, das ich das mal sagen würde. "Nur kein Stress ;-)" ist das Motto für die nächsten vier Wochen und setzte diese gleich mal um. Los geht es ohne Pulsbremse, ohne den Gremlin. Nur die Ohren sind bestückt mit Musik und ich schwebe mit Mozart in Ohren um den Nymphenburger Schloßpark. Training für die Seele. 0:58:00 - run 8.2 km GA-Wohlfühlfaktor

Zwischen Mais- und Kornfeld

Wie lange warst du unterwegs? Nur 45 Kilometer. Was ist denn los, warum keine 4 bis 5 Stunden? Für dieses Jahr nicht mehr, dafür fahren wir dann zu den Zwergen. Genieße gerade die Zeit, Zeit zu haben. Ich habe wieder ein Auge für die Bachläufe, Maisfelder die auch danach riechen, Kornfeldern die sich im Wind wiegen und Pferde die auf Koppeln traben, anstatt ich die beim koppeln trabt. 1:53:11 - bike 45.70 km; GA1

Schwerlast für Fortgeschrittene

Das Krafttraining kann ich mir im Moment sparen. DER Lastenaufzug im Laden, der mich und meine Lieferung in ein Zwischengeschoss bringen sollte, ist kaputt. Da wollen dann 5 Rollcontainer per Hand über eine Treppe abgeladen werden.  Bekannterweise kann ich ja viel wegstecken, aber so eine Situation ist selbst für mich grenzwertig und schlaucht.   Müde und unmotiviert schleppe ich mich ins Schwimmbad und ich bin heilfroh das für heute "nur" Technik und GA1 auf dem Wasserzettel stand. Zumindest konnte der Kopf entspannt aus dem Wasser steigen. 0:47:00 - swim 2000 Meter

Was interessiert mich mein...

...mein Geschwätz von "gestern". Trotzdem ist die Langdistanz nicht vom Tisch. Nur...ich muss erstmal abwarten wie sich das mit meienem Job regelt. Ab Anfang März war es mir klar das dies eine Kamikaze-Aktion wird und Roth nur unter optimalen Bedingung ins "Ziel" führt, aber ein Versuch war es wert. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Daher empfinde ich meinen Ausstieg nach dem Radpart nicht als Niederlage oder Enttäuschung, sondern als positive Erfahrung. Ich habe viel über mich erfahren auf dem langen Weg nach Roth und auch heute in Roth auf meinem langen Weg. Ab Mitte September kann ich mehr planen, da weiß ich auch wie es im Job weiter geht und es muss ja nicht unbedingt in Roth sein. ...mein Privatleben wird eh schon zu 70% dem Job untergeordnet, da lasse ich mir die letzten 30% nicht nehmen. Um 2 vor 10 schaffe ich es gerade noch das Tablett mit dem Handy zu koppeln, die Seite auf zurufen, die Daten einzugeben und ich denke mir nur.......

Viel geschlafen

Montag gab es einen fliegenden Autowechsel so das GöGa wieder in die Firma fahren konnte und ich meine Klamotten nur noch in das Eck gestellt habe und bis Dienstag nur noch den Geräuschen im Sofakissen nachgegangen bin. ...aber eines werde ich von dem Tag in Roth immer mit mir tragen und das ist Motivation pur. Trotz DNF war es alles wert, und der Weg den Solarer Berg hoch hat für alles entschädigt. Ich kann nur sagen "Gänsehaut pur". Kurz vor dem Anstieg war ein ein Mitstreiter neben mir und wir meinte nur "lass uns da jetzt einfach genießen, denn wann haben wir die Möglichkeit so etwas noch einmal zu erleben". Nach dem Kalvarienberg war der Solarer eigentlich nur eine "kleine" Rampe, aber wie ich oben war hab ich fast geheult, denn vor drei Jahren als ich wieder neu startete hätte ich gesagt." da komme ich nie und nimmer hoch". Da ist mir der Puls schon bei einer kleinen Autobahnbrücke über das Hirn geschossen. Drei Tage nach de...

Nach 10 Monaten ist es soweit: "der längste Tag des Jahres"

...oder DNF und trotzdem zufrieden. Um 3:30 am morgen klingelt der Wecker und ich habe fast sechs Stunden Schlaf und Ruhe abbekommen. Am Abend vorher verzichtete ich noch auf ein gemeinsames Abendessen mit Teilen der Hardtseemafia und Foris von TS aus München, fahre in mein Hotel und kaufte mit noch mein Frühstück. Ich wollte nur noch meine Ruhe. Nach einer SMS von Silke noch ein kurzes Telefonat mit ihr, denn Silke verdanke ich den Startplatz. Sie hatte sich in aller früh für mich in die Schlange der Startplatzkäufer gestellt, nochmals Danke dafür. Ab jetzt läuft eigentlich alles wie im Film ab. Gesicht putzen, die Zähne waschen und die Kontaktlinsen, hoffentlich richtig herum, halbblind in die Augen pfriemeln - gestern ärgerte mich eine da sie nicht richtig saß. Bevor ich in die Rennpelle hüpfe, gibt es noch eine Sitzung auf dem Häuschen. Was unten raus geht muss oben wieder rein und ich versuche mich im Frühstücken zur ungewohnten Tageszeit. Aus den geplanten zwei Beche...

Auf dem Langen Weg nach Roth und endlich bin ich da

Wenn ein Klappergestell eine Reise tut, dann kann es was erzählen. Also dann mal los: Am Freitag angekommen checke ich erstmal nach über drei Stunden Fahrt von München nach Nürnberg in meinem Hotel ein, denn wer weiß wann ich am Abend von Roth nach Hause komme. Das erste Gänsehautfeeling trit auf als ich mit dem Auto nach Roth fahre und aus dem Radio kam "Sing Haleluja". Puh da lief es mir mal kalt den Rücken runter. Die Registrierung ging ganz schnell und schon hatte ich es, das Bändchen um den Arm. Nach dem Abendessen mit ein paar Menschen aus München geht dann wieder zurück zum Hotel. Die Nacht war kurz da in der Umgebung irgendein Rambazamba war und im Zimmer bei geschlossenem Fenster es bald ungemötlich warm wurde. Doch dann fand ich doch noch meinen Schlaf um am nächsten Morgen mein Bündel zu schnüren. So viel herzurichten gab es nicht, denn alles war schon zu Hause gepackt. So musste ich nur noch aus dem Lauf- und Radrucksack die Klamotten in die e...