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Auslaufen

Am Samstagabend deponiere ich alle nötigen Utensilien in das Auto so das ich am nächsten Morgen nur noch mich und das Rad dort deponieren muss.So hieß es zum zweiten Tag in Folge Raceday mit der Möglichkeit des Scheiterns.

Gestern abend habe ich mich rechtzeitg ins Bett begeben damit ich genug Zeit habe mich zu erholen. Nachts um eins wache ich auf und ich merke doch das Langstreckenschwimmen über 4km . Die Schulterblätter, Oberarme und Nacken maulen etwas nach, doch wache ich entspannt und erholt auf.
Zwei Toastbrote und Kaffee später befinde ich mich auf den Weg nach Ingolstadt und ich schaffe es noch rechtzeitig meine Startunterlagen zu holen, ein Parkplatz war dank des kleinem Autos sofort gefunden. Tja was sag ich immer. Ist das Auto noch so klein, das Rennrad das passt immer rein.

Beim einrichten der Wechselzone beschleicht mich mal ganz kurz Panik WO IST MEIN STARTNUMMERNBAND. Ich weis ich hab es eingepackt nur ich finde es nicht mit einem Griff. Etwas tauchen im Rucksack hilft und es ist da. Ein Blick in die Goodytüte zeigt, es wäre Ersatz vorhanden gewesen.
Die Wege in Ingolstadt waren letztes Jahr schon weit, dieses Jahr sind sie noch weiter. Vor eineinhalb Wochen stand das ganze Gelände noch unter Wasser, die geplante Wechselzone auch noch nach dem Abzug des Hochwassers abgesoffen.

Mit meinem Kram den ich nicht in der Wechselzone benötige begebe ich mich in Richtung Schwimmstart. Gebe meinen Rucksack in der Aufbewahrung ab und lausche während ich mich in den Neo begebe der Wettkampfbesprechung.
Komisch 20 Minuten vor dem Start keine Selbszweifel, keine Panik, ich weis das alles gut wird. Der Garmin hat seinen Satelitten gefunden und ich prügel in mein Hirn nur immer den linken Knopf zu drücken.
9:59:50 Uhr im Startbereich wird runtergezählt und pünktlich um 10:00 Uhr geht es ins Wasser. Ahhh ich mag es nicht, nein ich mag keine Waschmaschine. Stechen und Treten und es hört nicht auf und meine Badekappe will nicht da bleiben wo sie sein sollte, zu klein für die Menge der Haare. So ruppe ich mir immer wieder, ich glaube fast viermal das Ding wieder auf die Birne und in die Stirn. Kurz vor dem austieg aus dem Wasser rufe ich mir mein Mantra des Tages ab. Linker Knopf, linker Knopf. Es funktioniert, nur ich schau nicht auf die Uhr, steige aus dem Wasser und will zum Rad rennen. Laufen ist nicht möglich, der Boden ist so was von matschig und glitschig, ich gehe bis ich endlich am Teppich bin. Wahhh sind die Wege lang.
Ich schnapp mir das Rad, und laufe und laufe und laufe bis ich endlich auf "Die Perle" hüpfen kann. Linker Knopf, linker Knopf...es funktioniert, nur ich schau nicht drauf. Es wird Rad gefahren und nicht auf das Display geglotzt. Komisch war die Strecke letztes Jahr nicht wesentlich hügeliger, die Anstiege steiler. Egal ich fahre und fahre, nach 20 Kilometer gibt es ein flüssiges Gel, später wird sich noch reichlich gewässert. Doch da war er der Anstieg der mich letztes Jahr zweifeln lies, dieses Jahr war der Schreck weg.
Absteigen und wieder gefühlte Kilometer das Rad schieben. Ich erkenne nicht genau die Zeitnehmatte und schätze mal das Ende der Radstrecke und drücke auf den linken Knopf. An meinem Platz angekommen schlüpfe ich in meinen linken Schuh und suche meinen rechten. Hä...mag das irgend ein Knollo meinen Schuh verschossen haben, innerlich fluche ich und beschließe erst mal zu atmen und nicht in Panik zu geraten. Ein weiterer Blick zeigt mir das mein Schuh am meinem Pedal hängt. Wie das ging keine Ahnung aber Ruhe kehrt ein, rechter Schuh an, raus aus der Wechselzone und wieder den linken Knopf drücken.
Am Morgen als ich ins Auto stieg war es schön kühl, es nieselte sogar leicht, nur jetzt. Es wurde angenehm es wurde warm und auf der Laufstrecke wurde heiß. Mit 30°C knallte die Sonne auf die Laufstrecke und ich suche jeden Schatten. Bei jeder Versorgungsstation schütte ich einen Becher Wasser in mich und zwei über mich. Als die Helfer dies sahen kamen sie zu mir und ich bekam gleich einen ganzen Kübel in den Rücken geschüttet, Wahhhhhhh ein Urschei und weiter geht es. Bei der zweiten Runde läuft die Dusche. Nur dadurch wurden auch die Schuhe nass und ich laufe mir blasen. Bei Kilometer 5 stechende Schmerzen an den Fersen die ich glücklicherweise ausblenden kann und so laufe ich ins Ziel und linken Kopf drücken.
Trinken, nur trinken und ich schütte mir mal so einen Liter Schorle in mich hinein und schau erst jetzt auf das display von meinem Gremlin. Er spricht was von 3 Stunden und 24 Minuten.

Der Versuch Doppelbelastung ging somit mal nicht in die Hose



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