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Saisonauftakt in Waging am See


Bericht, was soll ich groß schreiben....außer ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.

5 Uhr morgens das erste Wecken, 10 Minuten später aus dem Bett geprellt. Ich stolpere über die gepackten Rucksäcke, falle in die hergerichtete Klamotte und eine Stunde später befinde ich mich auf dem Weg zur Salzburger Autobahn. So sieht also meine Wiederkehr in den bayrischen Spracherwerb, Waging am See, nach 42 Jahren aus.
Selten so entspannt fahre ich Richtung Start also auch auf der A8 und nach 135 Kilometern stehe ich auch schon mit meiner kleinen Knutschkugel direkt vor dem Wechselgarten. 
Als erstes hole ich mir meine Startunterlagen und kaum am Auto angekommen spricht mich ein Quartet an ob ich von ihnen ein Foto machen könnte. Ich oute mich als Vereinskollegin, gehe dem Wunsch von "unserem" Bayernligateam nach und mache mich dann auch bereit.
Das Wasser ist warm, die Radstrecke zum drücken und die 5 km zum laufen so flach wie der Olympiapark, oder träum weiter. Der Moderator spricht von knappen 17°C Wassertemperatur und die Hintergrundgeräusche von 16,2°C. Normalerweise putze ich da mal gerade meine Zähne damit und die empfinden dies schon als kalt. Hilft nix, rein in die Gummipelle und einschwimmen. Schon da kommen mir die Gedanken lieber zum Frühstücken zu gehen, als jetzt einen Triathlon zu bestreiten. Beim Start stelle ich fest das es neben kalt, eiskalt auch noch scheißekalt gibt. Die erste Hälfte der Strecke besteht aus Schnappatmung und wenn der See einen Beckenrand gehabt hätte, ich wäre ausgestiegen. Dafür bin ich dann auch eher 900 Meter anstatt 750 Meter geschwommen,Diagnose: Desorientierung wegen eingefrorenem Gehirn  Ich brauche Kacheln und Leinen um mich und bin einfach nicht für das Freiwasser geschaffen.
Bei T1 geht mein Neo mit dem Transponder eine nette Läsion ein, ich komme nicht aus dem rechtem Bein. Also weiter beim Helm aufsetzten treten und ich schaffe es doch noch mich zu befreien. Ich muss nur noch in die Radschuhe schlüpfen und ab auf das Rad.
Die ersten 10km windig, die nächsten zehn immer wieder mit Anstiegen versehen und genau da merke ich das ich noch viel auf dem Rad trainieren muss. Zurück in den Wechselgarten und ab auf die Laufstrecke. Kurz nach dem anlaufen muss ich ein zweites mal in meinen Schuh schlüpfen denn irgendwas passt an meiner Ferse nicht. Rein, raus, Schnürsenkel zu und alles passt....nur nicht meine Uhr. 
Ich habe zwar Knöpfe gedrückt, aber die falschen. Start/Stopp anstatt Lap/Runde/Wechsel. Nur gut das der Garmin die ganze Zeit am Arm war, sonst....aber das war letztes jahr. Zumindest hatten sich die Splitzeiten in mein Hirnkastl gebrannt und die Gesamtzeit als ich loslief. Die Uhr Uhr sein lassen und laufen. Einmal einen Anstieg rauf und runter der dem des Olympiabergs entspricht und ab ins Ziel.

Gerade nach dem verzweifelten Versuch aus einem Schnitzel mit Kartoffelsalat und Semmel, eine Schnitzelsemmelbestellung zu machen die kläglich scheiterte,und ich nahc Hause fahren wollte wurden die Ergebnislisten ausgehangen.
3. Platz AK45....kann nicht sein bei 1:43:06. Die Listen sind zwar noch immer nicht online,aber ich gehe wohl mal recht das die Medaille auch der Blumentopf ist. So ist zumindest mein Spruch wahr geworden, ich gewinne an Erfahrung und den Blumentopf. Trotzdem Spaß hat es gemacht, gefreut hat es mich riesig und ich  nehme es als Motivation für mein weiteres Training.

Doch wenn ich die Bilder ansehe, sollte ich doch lieber wieder unter die Heber gehen oder in der Defenseline beim American Football stehen. 


Liebe Grüße von der Triatonne.

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